Epilepsie ist, wie auch beim Menschen, die häufigste Erkrankung des zentralen Nervensystems. Dabei sind einige Rassen, wie Pudel oder Teckel, mehr, andere weniger anfällig für diese Krankheit. Dieser können entweder Organerkrankungen oder Funktionsstörungen des Gehirns zugrunde liegen.

 Der Anfall äußert sich durch ein plötzliches Umfallen der Tiere, die am ganzen Körper zittern und oftmals mit den Beinen rudern. Nicht selten kommt es vor, dass das Tier für die Dauer des epileptischen Anfalls, das Bewusstsein vollkommen verliert.

 Als Besitzer können Sie einen epileptischen Anfall nur durch genaue Beobachtung vorhersehen und auch dann gelingt es nicht immer. Tage bis Stunden vor dem Anfall wird das Tier unruhig und ängstlich und sucht Schutz bei seinem Herrchen. Auch kann man ein verstärktes Jaulen oder Bellen verzeichnen. Kommt das Tier nach einem epileptischen Anfall wieder zu Bewusstsein wirkt es oft desorientiert, ist wacklig auf den Beinen und findet keine Ruhe. Des Weiteren kann starker Hunger und Durst als eine direkte Folge des Anfalls gedeutet werden, der, kommt er vereinzelt vor, nicht lebensgefährlich ist. Trotzdem kommt es zu Nervenzellverlusten, weshalb eine Häufung der Anfälle unbedingt zu therapieren ist. Gefährlich ist außerdem der sogenannte „status epilepticus“, der dann eintritt, wenn der Anfall länger als 20 Minuten dauert oder das Tier zwischen den einzelnen Anfällen sein Bewusstsein nicht wiedererlangt. In diesem Fall müssen Sie sofort den Tierarzt aufsuchen, um bleibende Nervenschäden zu vermeiden.

 Die Behandlung besteht meistens aus einer medikamentösen Langzeittherapie, bei der die eingesetzten Antiepileptika die Anfälle verhindern, oder ihre Häufigkeit, Schwere und Dauer mindern. Werden die Medikamente optimal eingesetzt und die Therapie gewissenhaft verfolgt, besteht keine Beeinträchtigung der Lebenserwartung.

Als Besitzer eines Tieres, das an epileptischen Anfällen leidet, können Sie lediglich darauf achten, das Tier während eines Anfalls nicht anzufassen und alle Gegenstände aus dem Weg zu schaffen, um die Verletzungsgefahr herunterzusetzen. Ansonsten ist eine professionelle Therapie nicht zu umgehen und für das Tier nur förderlich.

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